Leitbild

"Die Arbeit läuft nicht davon, während du dem Kind den Regenbogen zeigst,

aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit deiner Arbeit fertig bist."

(altes chinesisches Sprichwort, unbekannter Autor)

Unser Ziel ist es, dass aus „unseren“ Kindern selbstbewusste, selbstständige, einfühlsame und engagierte Erwachsene werden. Wir betrachten die Kindergartenzeit vom ersten Tag an als einen ganzheitlichen Prozess, der die Persönlichkeit der Kinder stärkt. Hierbei gehen wir vom einzelnen Kind, seinen individuellen Voraussetzungen, seinem persönlichen Lebensumfeld und seiner einzigartigen Biografie aus. Wir geben Hilfestellungen und Impulse, so dass die Kinder lernen, eigene Bedürfnisse zu erkennen, sie auszudrücken und umzusetzen. Wir geben den Kindern Möglichkeiten ihren Bewegungsdrang auszuleben, sich frei zu entfalten und der eigenen Fantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen. Außerdem helfen wir ihnen, die Um- und Mitwelt zu entdecken und mit allen Sinnen zu begreifen. Wir setzen in unserer Arbeit bei den Stärken der Kinder an und fördern die Selbstkompetenz. Die Kinder sollen so in der Kita zahlreiche Erfahrungen sammeln und dadurch gut auf ihr späteres Leben und die Schule vorbereitet werden.

In unserer Rolle als Erzieher verstehen wir uns als Wegbegleiter der Kinder. Unser Ziel ist es, den Kindern eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich wohl und geborgen fühlen und sich optimal entwickeln können. Dazu gehören viele Freiräume, aber auch Regeln und Grenzen zur Orientierung und Sicherheit. Wir begegnen den Kindern mit liebevoller Achtung, hören ihnen zu und nehmen sie ernst. Wichtig ist uns, die Kinder so wahrzunehmen, wie sie gerade sind, ihre Fortschritte zu beobachten und sie in ihrer weiteren Entwicklung zu unterstützen. Wir  folgen den Interessen der Kinder und begleiten sie auf ihren Wegen des Forschens und Lernens. Unser Leitsatz ist hierbei:

Wir helfen den Kindern (nur) dann, wenn es nötig ist.

So wird Hilfe zur Selbsthilfe: Kinder lernen, es selbst zu tun.

Zunehmend beobachten wir, dass Spiellust erst wieder geweckt werden muss, weil viele Kinder gewohnt sind, dass „etwas läuft“ und sie nicht mehr selbst aktiv werden müssen. Wir sehen unsere Aufgaben darin, dem entgegenzusteuern und den Kindern Möglichkeiten zu bieten, wieder eigene Erfahrungen zu machen. Das Spiel ist die Möglichkeit für das Kind, sich mit seiner Welt auseinander zu setzen. Das Spiel ist das ideale Lernfeld, Spielen ist Lernen. Hierbei erwirbt das Kind neue Fähigkeiten und probiert sie aus, es handelt und beobachtet, es entdeckt lebensnahe Zusammenhänge, es erlebt das Miteinander mit anderen Spielkameraden. Das Kind gewinnt dadurch Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Es hat Freude an eigenen Gestaltungen, entwickelt Kreativität und Fantasie. Es lernt sich durchzusetzen ebenso wie zu verzichten, zu helfen und Rücksicht zu  nehmen. Das Freispiel ist für uns eine wichtige Zeit im Alltag. Freispiel bedeutet: die Kinder können frei entscheiden, mit welchem Spielpartner sie wann, wo, was und wie lange spielen. Wir begleiten die Kinder im Freispiel, geben Hilfestellung und regen sie an, sich mit verschiedenen Spielmaterialien vertraut zu machen. So können sie auf vielfältige Weise Erfahrungen sammeln. Wir spielen auch mit und lassen uns von den Kindern z. B. in Rollenspiele mit einbeziehen. Wir beobachten die Kinder. Wer spielt was? Wer mit wem? So können Rückschlüsse auf den derzeitigen Entwicklungsstand der Kinder gezogen werden und entwicklungsfördernde Spielimpulse gegeben werden.

"Das Spiel des Kindes ist die Brücke zur Wirklichkeit."

(Bruno Bettelheim)